Ich glaube, ich moechte nur kurz ein paar Fakten schreiben und dann eher Bilder sprechen lassen. Aufbruch aus La
Paz zum Zongo-Pass, unser Basislager eroeffneten wir auf 4700m Hoehe. Vom Zelt aus gings gewappnet mit Steigeisen und Eisaxt in den Gletscher des Huayna Potosi (4900m), zum einen, um uns an die Hoehe zu gewoehnen, zum anderen, um mit riesenspass eiszuklettern, juhuuuu. da brauchts schon a bissl kraft in den armen, sag ich mal. fein fein. am naechsten tag aufbruch ins hoehenlager (5130m), hier haben wir uns gegen das Zelt entschieden und sind in der Huette abgestiegen. Der Aufstieg vom Basis- zu Hoehelager dauerte knapp 3 h, bereits da kamen mir ernsthafte zweifel, wie weit ich den bloeden berg tatsaechlich rauflaufen mag / kann. schier unglaublich, aber nachdem wir gegen halb 12 im Lager angekommen waren, taten wir nichts weiter, ausser 3 runden karten zu spielen und dann im schlafsack zu doesen. zwischendrin mal schnell nudelsuppe
essen. zwei nette franzosen kamen noch samt guide auf die huette, sonst wars echt ruhig. nachts um 12 dann aufstehen, warme kleidung, stirnlampe, klettergurt, steigeisen und so zeugs angezogen und ab 1 uhr nachts dann der schier endlose aufstieg richtung gipfel, den man nicht sehen konnte. dafuer tausende von sternen ueber uns. das atmen fiel gar nicht so schwer, das problem war, dass einfach keine kraft in meinen beinen ankam, so schien es. langsam langsam, mit dem immer selben lied auf meinen lippen, ging es vorwaerts. bis kurz vorm gipfel dachte ich immer wieder, dass ich es nicht schaffen wuerde. und dann der letzte anstieg, wir sahen bereits das morgenrot aufkommen. meine seilschaft schleifte mich weiter, klar, ich wollte mir den gipfel nun auch nicht mehr nehmen lassen. bloed nur, dass das material, dass wir vom veranstalter bekommen hatten, mit verlaub scheisse war. das hatte zur folge, dass ich den gipfel mit nur einem steigeisen erklimmen musste, eine gratwanderung, die mir nicht nur vor anstrengung schweiss auf die stirn trieb. und dann war man einfach oben. alle anstrengung vergessen fuer diesen maechtige
n moment. freier blick auf die cordillera real, die langsam in den ersten sonnenstrahlen erwacht, die stadt la paz/el alto weit unter uns, der titikakasee, wind und eis und wir. 6088. wie wurscht die zahl da ist. es ist pur. langsam langsam laesst sich der gletscher, den wir erklommen haben, vom tageslicht vereinnahmen und ich staune noch mehr. haette ich vor dem aufstieg gesehen, wo ich hochsollte, ich haette dankend abgelehnt. niemals. und doch. ein bisschen stolz bin ich auf mich und meine leistung. aber noch vielmehr sauge ich die umgebung in mich auf und bin dankbar, dass ich das erleben konnte. der abstieg steil und warm, die sonne brennt. um halb zehn sind wir wieder am basislager und warten auf eine transportmoeglichkeit nach la paz. 


hammer !
AntwortenLöschenganz großes Kino!
AntwortenLöschenhui ui ui .... (-:
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