Freitag, 28. Oktober 2011

mit mir gegen mich fuer mich ausser mir

ich bin noch voellig beeindruckt von den letzten drei tagen, meine erstbesteigung eines 6000ers, Huayna Potosi (aymara: junger berg) heisst der Berg, gelegen in der Cordillera Real, ca 25 km entfernt von La Paz. Gemeinsam mit Chris, den ich schon von einer Wanderung in der Naehe von Sucre kannte, und unserem Guide Irineo habe ich dieses Wagnis begangen, mit mehr als Respekt vor dem, was da kommen mochte, in der Magengegend.






Ich glaube, ich moechte nur kurz ein paar Fakten schreiben und dann eher Bilder sprechen lassen. Aufbruch aus La Paz zum Zongo-Pass, unser Basislager eroeffneten wir auf 4700m Hoehe. Vom Zelt aus gings gewappnet mit Steigeisen und Eisaxt in den Gletscher des Huayna Potosi (4900m), zum einen, um uns an die Hoehe zu gewoehnen, zum anderen, um mit riesenspass eiszuklettern, juhuuuu. da brauchts schon a bissl kraft in den armen, sag ich mal. fein fein. am naechsten tag aufbruch ins hoehenlager (5130m), hier haben wir uns gegen das Zelt entschieden und sind in der Huette abgestiegen. Der Aufstieg vom Basis- zu Hoehelager dauerte knapp 3 h, bereits da kamen mir ernsthafte zweifel, wie weit ich den bloeden berg tatsaechlich rauflaufen mag / kann. schier unglaublich, aber nachdem wir gegen halb 12 im Lager angekommen waren, taten wir nichts weiter, ausser 3 runden karten zu spielen und dann im schlafsack zu doesen. zwischendrin mal schnell nudelsuppe essen. zwei nette franzosen kamen noch samt guide auf die huette, sonst wars echt ruhig. nachts um 12 dann aufstehen, warme kleidung, stirnlampe, klettergurt, steigeisen und so zeugs angezogen und ab 1 uhr nachts dann der schier endlose aufstieg richtung gipfel, den man nicht sehen konnte. dafuer tausende von sternen ueber uns. das atmen fiel gar nicht so schwer, das problem war, dass einfach keine kraft in meinen beinen ankam, so schien es. langsam langsam, mit dem immer selben lied auf meinen lippen, ging es vorwaerts. bis kurz vorm gipfel dachte ich immer wieder, dass ich es nicht schaffen wuerde. und dann der letzte anstieg, wir sahen bereits das morgenrot aufkommen. meine seilschaft schleifte mich weiter, klar, ich wollte mir den gipfel nun auch nicht mehr nehmen lassen. bloed nur, dass das material, dass wir vom veranstalter bekommen hatten, mit verlaub scheisse war. das hatte zur folge, dass ich den gipfel mit nur einem steigeisen erklimmen musste, eine gratwanderung, die mir nicht nur vor anstrengung schweiss auf die stirn trieb. und dann war man einfach oben. alle anstrengung vergessen fuer diesen maechtigen moment. freier blick auf die cordillera real, die langsam in den ersten sonnenstrahlen erwacht, die stadt la paz/el alto weit unter uns, der titikakasee, wind und eis und wir. 6088. wie wurscht die zahl da ist. es ist pur. langsam langsam laesst sich der gletscher, den wir erklommen haben, vom tageslicht vereinnahmen und ich staune noch mehr. haette ich vor dem aufstieg gesehen, wo ich hochsollte, ich haette dankend abgelehnt. niemals. und doch. ein bisschen stolz bin ich auf mich und meine leistung. aber noch vielmehr sauge ich die umgebung in mich auf und bin dankbar, dass ich das erleben konnte. der abstieg steil und warm, die sonne brennt. um halb zehn sind wir wieder am basislager und warten auf eine transportmoeglichkeit nach la paz.

Montag, 24. Oktober 2011

viel nachzuholen







Hallo zusammen,
hier wieder ein eintrag von mir selbst verfasst - es ist viel passiert die letzten tage. mein letzter eigener eintrag, das foto, ist vom titicaca-see, an dem ich 3 tage verbracht habe, wieder einmal in spannende umstaende gepackt: um nach copacabana zu gelangen, muss man eine kleine strassenblockade umgehen. wieder einmal machten die bolivianer demokratie und sperrten ueber kurz oder lang den zufahrtsweg. grund: ein lehrer hat ein maedchen in einer schule missbraucht und das volk fordert nun strafe. mit etlichem warten und gutem zureden durfte unser minibus dann passieren und ich konnte das spektakel sonnenuntergang am titicacasee miterleben. am anechsten tag dann mitm boot auf die isla del sol, einen sehr sehr heiligen ort, der frueher "titi karka" hiess, in etwa "Stein des Puma". die insel kann man wunderschoen durchlaufen, was ich auch tat, vom nord-zum suedhafen, inklusive erklaerungen ueber ein im see untergegangenes reich. recht beeindruckend, muss ich sagen. eine augenweide, die lage dieser insel. im tiefblauen see, hinter dessen ufer man in weiter ferne die bergkette der cordillera real erblickt - da geht einem das herz auf. unterwegs lernte ich auch yvonne kennen, mit der ich abmachte, den Choro-Trek zu laufen - endlich jemand, der auch zeit und lust auf draussen sein hat!
zureuck in Copacabana gings dann darum, die rueckfahrt nach la paz zu organisieren - der block hielt noch immer an, mir wurde vorgeschlagen, nach Puno in Peru ueberzusetzten, um dann von Peru aus an einem anderen Grenzuebergang wieder nach Bolivien einzureisen, um endlich nach la paz zu gelangen. klingt spannend. letztlich jedoch hat sich eine gruppe von 8 leuten ergeben, die mit nem minibus in naehe des streiks gefahren sind, dort dann ihre rucksaecke schulterten, ca 5 km zu fuss durch den protest zuruecklegten, um dann auf der anderen seite wieder in einen bus richtung la paz zu steigen. mein ziel war ja, moeglichst viel zu laufen. klappt also. klappt sogar so gut, dass ich meine schlappen schon kleben lassen musste, und die sohle meiner wanderschuhe verabschiedet sich jetzt nach dem choro-trek auch...











der choro trek



mit yvonne, eine referandarin aus BaWue, machte ich mich also am freitag auf, die 72 km Inka-Strasse zureuckzulegen, die uns von La Cumbre nach El Chairo bringen sollte. Zunaechst galt es, auf 4800m aufzusteigen, durch karge landschaft, in die sanft lagunen eingelassen sind und llamas und alpacos weiden. schneebedeckte gipfel um uns, eisiger wind und duenne luft treiben unsere neugierde auf kommendes voran. am hoechsten punkt der tour erwartet uns ein hexenkessel, gefuellt mit nebelsuppe, in die wir uns hinablassen, um stetig in tiefere, gruenere gefielde zu gelangen. nichts kreuzt unseren weg ausser ab und an eine llama-herde und ihr hirte. nach 5 stunden laufen erreichen wir challapampa auf 2800m, wo wir unser lager fuer die nacht auf einem zeltplatz aufschlagen. zacherl kocht, der fluss waescht und wir traeumen und geniessen. der naechste tag bringt etliches an abstieg, wir finden brombeeren, erdbeeren, kaffee und dschungel-artige gewaechse, das klima wechselt zu subtropisch mit jedem schritt, den wir setzen. wie war das, "das rad an meines vaters muehle klapperte recht froehlich vor sich hin und mir war ein ewiger sonntag im gemuet" oder so. ein langer tag wanderung durch bruellende hitze brachte uns zur "casa japones", einem fantastischen ort, den ein japaner in den 1960er jahren fuer sich entdeckt hat uns liebevoll ausgebaut hat, so dass es jetzt ein paar grasterassen unter bananenstauden gibt, wo wir unser zelt aufschlagen konnten. einfach irre. das wasser, das die steilen haenge neben uns entlang des weges herabrinnt, dient mir immer wieder als erfrischende dusche. nach einem langen tag wandern finden wir hier wundervolle ruhe, um den naechsten tag mit frischer kraft und dickem muskelkater zu beginnen. ein kurzer, zweistuendiger abstieg nach el chairo (1300m), und die inka-strasse erreichte ihr ende. wir noch nicht, wir gingen noch 8 km weiter, um von der grossen strasse aus ein auto nach la paz anzuhalten. insgesamt ein wirklich herrlicher weg, mitten in den dschungel hinein. schlangen inklusive. die sohle meines rechten wanderschuhes verabschiedet sich bald. unterwegs in dem nationalpark gibt es keine moeglichkeiten, essen zu kaufen, d.h., man muss alles mitnehmen, was man so braucht. bis auf wasser, das gibts da genug, in smaragdfarbenen fluessen.





















beste gruesse!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Grosse Neugierde zu Bolivien – wie schon lange nicht mehr

von Prof. MA. SC. Int. Max Steiner - Unidad Postgrado UAGRM - Stiftungsratspräsident Hostelling International Bolivia – Santa Cruz - 20. Oktober 2011




So mal kurzzeitig im europäischen Medien-Rampenlicht zu stehen, das entschädigt für die sonst fehlende großflächige Aufmerksamkeit gegenüber unserem noch immer ziemlich isolierten Land in den Anden.



Indigener 2000 köpfiger Protestmarsch, mit Kind und Kegel, unter gewaltigen Strapazen über 450km und mehr als 5’000 Höhenmetern 64 Tage hoch nach La Paz zur Erhaltung eines großartigen Natur-Nationalparks “TIPNIS (für die Abkürzung aller Namen) und die wohl in Südamerika erstmalige direkte Volkswahl aller Justizorgane sind die Auslöser dieses insbesondere europäischen Presse-Interesse.



Normalerweise sollte man als Analyst warten bis konkrete, bestätigte Resultate vorliegen, doch die Neugierde ist zu groß; zu viele Mails bestürmen mich: “Max, was passiert da? – betrifft dies das ganze Land und ist nun alles blockiert? – Werden die Wahlen wegen der vielen ungültigen Stimmzettel wiederholt werden müssen?”



Ohne Zweifel steht die Regierung von Evo Morales vor zwei tiefgreifenden Entwicklungen, welche sie so vor 6 Monaten nie und nimmer vorhergesehen hatte; noch als Option erkannte.



Der Entscheid zum Bau einer erstmaligen Strassenverbindung aus dem Chapare, ab Villa Tunari nach Ignacio de Moxos und damit die erste geographisch direkte Verbindung zwischen den angrenzenden Bundesländern (Departamentos) Cochabamba und Beni war bereits vor drei Jahren von allen Instanzen genehmigt, die Finanzierung von der brasilianischen Entwicklungsbank steht seit zwei Jahren und es wird auch seither voll an der Straße gebaut:



Nur niemand hat die Indigene Urbevölkerung im Park drin gefragt und jetzt stehen die Maschinen an der Parkgrenze oder schon schlimmer haben bereits rund 30 % ausgeholzt – in diesem Abschnitt die Bäume des Naturparkes gefällt. … und bis heute fehlt natürlich die international verlangte Umweltverträglichkeitsprüfung?



Die andere große Chance, wie diese von Evo immer wieder angekündigt wurde: Lass uns endlich unsere Richter selbst wählen!! Tönt gut und war als große Volkswahl so angedacht, dass alle Freude haben sollten und Evo mit einer groß-mehrheitlichen Zustimmung auch gleich indirekt vom Volk in seiner Arbeit bestätigt würde. Doch weit gefehlt, stehen wir nun vor fast 70 % der Stimmabgaben in Santa Cruz, die leer oder ungültig eingelegt haben – bundesweit dürften es wahrscheinlich so an die Hälfte sein, welches dieses Geschenk klar zurückgewiesen haben; warum?




Beim indigenen Protest treffen wir auf die ethnologisch klare Erkenntnis: Indigen im Andenraum ist nicht gleich Urbevölkerung. Da prallen nun Jahrtausend alte Differenzen der 36 in der neuen plurinationalen Verfassung geschützten Ethnien aufeinander. Welche Rechte sind da noch übergeordnet, oder muss sich der Staat dem Minoritäten-Diktat von vielleicht 25’000 “Mojeños, Yuracarés oder Chimanes” unterwerfen. War der Retter Evo vielleicht gar zu weit gegangen und rudert nun zurück?? - … ohne Zweifel würde er für seine Cocalero-Gewerkschaften natürlich fast alles tun, welche nun unbedingt diese Straße als Entwicklungschance, aber eben auch missbraucht als Kokain-Ausfallachse nach Brasilien haben wollen; nicht zu sprechen von möglichen Erdöl- und Gasfunden?



“Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul”, doch gerade dies geschah bei der Auswahl der Kandidaten zu den Richterwahlen. In der Verfassung steht, dass die Vorschläge mit 2/3-Mehrheit des Kongress (vergleichbar des Deutschen Bundestag; vereinigte Bundesversammlung CH) zur Volkswahl genehmigt werden müssten. Aus rund 950 Kandidaten wurden etwas über 110 bestimmt und davon waren rund 50 (inklusive Stellvertreter) zu wählen. (übrigens 90 % Akademiker – 80 % Rechtsanwälte und ehemalige Richter); aber eben die alles zurzeit dominierende MAS-Partei hat selbst über 68 % aller Stimmen und konnte da praktisch Schalten und Walten wie sie wollten. Dies wird ihnen nun zum Verhängnis, als dass niemand an die Objektivität und vor allem die Neutralität der neuen Richter glaubt? – und eben aufgrund fehlender Information zu den Kandidaten oder wegen grundlegender Ablehnung dann leer oder ungültig eingelegt hatten.




Wie geht es weiter in diesen spannenden Fragen in Bolivien??



Hier wage ich eine ganz mutige Aussage als Analyst: Beide sind nicht so wichtig, wie diese nach außen wirken und vor allem gar nichts sind im Vergleich mit dem katastrophalen Entscheid des “Gasolinazo” – der nach Weihnachten 2010 verkündeten 80 % Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise, welche dann ja Evo auch umgehend wieder zurücknehmen musste, ohne einen richtigen Bürgeraufstand und dabei seinen Rauswurf zu riskieren; der Inflationsschub von damals, der blieb übrigens!!



Genau da liegt die Wahrheit: zurzeit werden beide Themen natürlich von der Opposition und damit auch von deren Medien genüsslich ausgeschlachtet.



Klar ein Kampf um einen Natur-Nationalpark ist auch in Europa so grün, dass sich ein Kampf voller Emotionen real und im Internet lohnt und der Gegenspieler von Evo, Juan del Granado, der mit seiner MSM (Movimiento Sin Miedo – die Partei, die keine Angst hat) die Stadtregierung in La Paz bestimmt, natürlich gestern einen riesigen Empfang, mit CNN Live, wärmenden Decken und Essen, für die rund erschöpften Marschierer organisierte.



Aber man wird dort zu einem Dialog und dann zu einem Abstimmungsverfahren kommen, welches die übrigens selbst gespaltenen indigenen Bewohner nachträglich noch befragen wird und dann halt eben einen Umweg in Kauf nehmen. Aber in jedem Fall hat sich dieser Kampf gelohnt und die Natur wird als Siegerin, wenigstens wieder für einige wenige Jahre besser da stehen.








Bei den Richterwahlen ist beeindruckend, wie die Regierung Evo Morales nur die hohe Stimmbeteiligung von fast 90 % als Zeugnis des Demokratieverständnis unterstreicht und lobt (dabei haben wir ja hier in Bolivien Stimmzwang, mit Bussen und einschneidendem Verlust an Handlung, wie Bankzahlungen, Hypothek, etc. die man alle nicht mehr machen kann, ohne abgestimmt zu haben!). Fast gebetsmühlenartig wird am Staatsfernsehen die neue Errungenschaft der direkten Volkswahl runtergeleiert und die “Nulos-Blancos”, also die große Ablehnungvon fast der Hälfte der Bevölkerung ignoriert. So werden wir trotz Protesten wenige Tage nach dem endgültigen Wahlergebnisse, ca. Mitte November, umgehend die Einsetzung der neuen Justizorgane im stilvollen Rahmen sehen, denn in der Verfassung und dem Ausführungsgesetz steht, dass hier nur das einfache Mehr der gültig eingelegten Stimmen zählt.




Das wohl wertvollste ist dabei, dass die Frauen, die großen Siegerinnen sein werden und über 55 % aller Positionen besetzen könnten - und das ganz ohne Streit hier in Bolivien über eine Frauenquote. Wenigstens in einem Detail sind wir noch ein kleines Stück weiter als in Europa.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Montag, 17. Oktober 2011

lebenszeichen





























hallo welt!


wie vermessen, zu glauben, dass die welt meinen blog hier liest. aber vielleicht ja meine lieben....

ich sitze in la paz, einer stadt, die viel zu gross ist fuer den land-tiger, aber bin dennoch geflasht. wer nicht da war, kann sich nicht vorstellen, wie krass genial diese stadt in die landschaft eingepasst ist...berge ueberall.... uiiiiiiiii.

aber wie komme ich nach la paz? ueber Potosi, der Minenstadt, die ihr auf einigen der Bilder wiedererkennen koennt. die stadt liegt so hoch, dass sie mir kopfschmerzen bereitet hat, aber alles nur training fuer groessere plaene, die demnaechst folgen sollen. ich habe natuerlich die minen besucht, in denen heutzutage noch immer arbeitsbedinungen herrschen wie vor meherer hundert jahren, als die spanier die einheimischen und afrikanische sklaven gezwungen haben, unter tage zu arbeiten. irre. atemberaubend, in mehrerlei hinsicht. so stickig und staubig, so bruellend warm, so schmale, niedrige gaenge, so viele explosionen, so schwere, harte arbeit, so wenig frischluft, so wenig ausruestung fuer die mineros. da sollte mal ein arbeitsmediziner hinschauen. es ist bekannt, dass die mineros im schnitt mit 45 jahren sterben, meistens an silikose.

Die Entdeckung des Silbervorkommens im "cerro rico", dem reichhaltigen Berg, fuehrte dazu, dass Potosi im 18. Jahrhundert die groesste und reichste Stadt der Welt war. Heute ist von dem Silber nicht mehr allzu viel zu holen, aber dennoch gibt es hunderte Mineros, die ihr glueck suchen. irre irre.

Irre irre auch, dass ich spuren von vertrauten menschen in dieser ferne hier gefunden habe - regina und ihre freundinnen haben wohl die selbe tour gemacht und sich auf einer wand verewigt. oh, wie mein herz jauchzte, als ich das entdeckte!

Ausser der Mine bietet Potosi noch die aelteste Muenzpraegerei Suedamerikas, und eine Kathedrale, die seit 6 Jahren erfolglos renoviert wird. aus politischen gruenden gibts da kein vorankommen. verreuckt. vom Glockenturm aus hat man wieder einmal einen atemberaubenden blick (der aufstief ist auch atemraubend...) ueber die stadt. und der sonnenuntergang ueber der Menschen-brechenden stadt stimmte mich versoehnlich und liess mich tief durchatmen, aber seht selbst...

dann weiter auf nach la paz, dieser riesen stadt. das wochenende ueber war ich bei einem couchsurfer untergebracht, etwas ausserhalb der stadt, was fuer mich landei sicher gut war. eine wanderung zur "Muela del diablo" gab unglaubliche ausblicke auf die stadt preis und in eine umgebung, die zu schoen und hart ist, um wahr zu sein. wau. ein paar bilder gibts dazu auch.

Sehr spannend auch die tatsache, dass am sonntag wahlen waren hier in bolivien - und zwar bzgl der judikativen im land. das ist das einzige land, das ich kenne, das seine obersten richter vom volk waehlen laesst - oder kann mir jemand auf die spreunge helfen? die wahl hatte zur folge, dass alles, aber wirklich alles in der stadt lahmgelegt war, ausser die fressbuden. keine taxis, keien trufis, keine busse, nichts. die strassen waren gefuellt mit radfahrern und fussgaengern, etliche kinder nutzten den tag als moeglichkeit, radfahren zu lernen. herrlich. die bolivianer sind quasi dazu gezwungen, waehlen zu gehen, sonst werden ihnen zugangsmoeglichkeiten zu banken und amtlichen prozessen verwehrt. so haelt man die wahlbeteiligung hoch! spannend auch, dass die wahlen auch nicht wirklich frei waren - deshalb haben die meisten bolivianer, die ich kenne, nicht gewaehlt, sondern ein grosses "NO" auf ihre stimmzettel geschrieben. punkt ist, dass die Richter, die zur wahl standen, schon vorselektioniert waren von der Partei um Evo Morales, dem "Movimiento al socialismo". ein ergebnis kenne ich noch nicht.

so, genug fuer heute. ich verabschiede mich nach copacabana und werde pippis papa am titikakasee besuchen.


mit viel sehnsucht nach daheim

hasta luego,

chrissi











Dienstag, 11. Oktober 2011

...es ist wieder passiert...

In meinem letzten Eintrag hatte ich angekuendigt, noch mehr ueber die Fiesta in Tarabuco zu schreiben, und ueber das Konzert von Los Kjarkas, das in einem Freilichttheater stattfand und beeindruckend war (die Band hat bis um 2 uhr nachts gespielt!) ach ja, und ausserdem war ich noch in einem Museum in Sucre, in dem man ueber die Geschichte der Dinosaurier lernen und Fussabdruecke von Dinos bewundern kann, die 1994 zufaellig entdeckt wurden, als die Zementfirma Fancesa den Berg abschuerfte und uber meinen Besuch in der Casa de la Libertad, jenem Platz in Sucre, in dem der unabhaengige Staat Bolivien begruendet wurde. Aber all diese Ausfuehrungen muessen warten, bis wir uns wieder sehen (wer es denn wissen moechte) und einem Eintrag weichen, der mir mehr am Herzen liegt.

Lina, eine Freiwillige, die mit dem weltwaertsprogramm in Sucre ist und in einer Psychopaedagogischen Einrichtung arbeitet, die von dem Orden San Juan de Dios getragen wird, hat mich am Montag gefragt, ob ich nicht Lust und Zeit haette, mit zu ihrer Arbeit zu kommen und sie dabei zu unterstutzen, mit den Kindern dort ins Schwimmbad zu gehen. Das musste sie mich natuerlich nicht zweimal fragen und so fand ich mich inmitten dieser Kinder wieder, die dort untergebracht sind. Viele Kinder mit infantiler Cerebralparese, einige mit Trisomie 21, wieder andere mit Missbrauchshintergrund (Stefan, ich habe mich sehr an deine Ausfuehrungen im blauen Affen zurueckerinnert gefuehlt). Ziemlich schnell hatte ich ein Kind auf jedem meiner Arme sitzen und eines an meinem Bein zerren. Lina ist Physiotherapeutin und verrichtet grossartige Arbeit dort. Waehrend des Mittagessens verwandelte sich der Speisesaal in ein kleines Schlachtfeld. Diejenigen, die keine Hilfe beim Essen benoetigen, verteilten ihre Nudeln nicht nur ueberall in ihrem Gesicht, sondern auch sonst ueberallhin. Ich musste schon schmunzeln. Und dann ging es auf ins Schwimmbad mit einem Teil der Kinder. Irre, welche Laute des Wohlgefallens die Racker aus ihren Kehlen hervorbrachten, die sonst nur bewegungslos und stumm in ihren "Aufbewahrungsstuehlen" rumhaengen. Das Baden war ein echter Spass, fuer uns alle. Ich war froh, eine solche Einrichtung kennengelernt zu haben, weil sie auch nachhaltig angelegt ist: die Kinder, denen es moeglich ist, erhalten ueber den Orden auch eine Art Ausbildung, um spaeter ein bisschen arbeiten zu koennen. Bei vielen allerdings ist davon nicht auszugehen - wenn diese Kinder gross sind, bleiben sie weiter unter den Fittichen von San Juan de Dios und haben somit eine Bleibe und Sorge.

Nach diesem Erlebnis bin ich dann aus Sucre abgereist nach Potosí, der Silberstadt, wo ich mit der Hoehe ein wenig zu kaempfen habe, aber das wird immer besser. und bezueglich der Ueberschrift: ich habe wieder einmal etwas verloren, bzw diesmal ist es eher vergessen: mein MP3player liegt noch in Sucre. Ich hoffe, ein Vergessen gilt auch als Omen fuer eine gute Reise im Allgemeinen... Ende Oktober werde ich ihn dort wohl abholen, bis dahin mach ich mir die musik einfach selbst in meinem Kopf.
Liebe Gruesse!

Samstag, 8. Oktober 2011

Evo in da hood und chrissi aus dem häuschen
























zu der überschrift muss viel erklärt werden...


Der Präsident Boliviens, Evo Morales, gab sich die Ehre, in Sucre aufzutauchen und die "Bundesjugendspiele" Boliviens zu eröffnen. dieses spektakel habe ich leider verpasst, weil ich mich auf einer unglaublichen wanderung befand. judith, du hättest deine freude daran gehabt. und aus dem häuschen war ich ausserdem noch, weil ich am samstag bei einem fest zu ehren der jungfrau von tarabuco in dem kleinen örtchen tarabuco war, wo viele stämme und orte in traditioneller kleidung und musik getanzt und ihre jungfrau verehrt haben. eine augenweide. aber eins nach dem anderen...
meine wanderung beging ich zusammen mit chris, einem australier, den ich via couchsurfing kennegelernt hatte, und wir nach einem ersten beschnuppern beschlossen hatten, dass wir gut zusammen wandern gehen können. eine für mich wirklich überfällige tat, die zeit in dem hostel war inzwischen zu lang und zu deutsch.

vorausschauend wie man mich eben kennt ( (-;) ) habe ich mal all die sachen eingepackt, die mein reiserucksack so bietet: schlafsack, isomatte, biwaksack, tarpe, bandschlingen, karabiner, wassersack, wasseraufbereitungsmittel, schal, handschuhe, mütze, kocher, das übliche toiletten-zeugs, ein bisschen geld, karten der umgebung, gps-gerät, hirn, soweit vorhanden, und große laune... wo sollte es überhaupt hingehen mit all dem zeug? nun, grundsätzliches ziel unserer reise war Maragua, ein Dorf inmitten eines Kraters, von dem niemand mit sicherheit sagen kann, ob er vulkanischen oder meteoritischen ursprungs ist, aber man kann sagen, dass er 8 km im durchmesser misst.

Morgens früh um sechs trafen wir uns also in sucre an der haltestelle, von der aus ein laster (!) nach Quila Quila, ca. 25 km entfernt von sucre in den bergen, aufbrechen sollte. in Sucre allein sind für uns 63 menschen auf der ladefläche zählbar gewesen, wir konnten jedoch nicht alle sehen. und, wie schon altbekannt, wurden noch eben reifen gewechselt, natürlich, als schon alle passagiere auf der ladefläche waren. ich meine, das wechseln von reifen kurz vor abfahrt ist ein ritual für glück auf der fahrt. die ladefläche war so gestopft voll, dass wir uns kurzerhand dazu entschieden, auf die vordwäne zu klettern und dort oben platz zu nehmen. eine gute entscheidung! das machte die flussdurchquerung wegen fehlender brücke, die schotterpisten in die anden hinauf und den ausblick in die weite des landes zwar anstrengender, aber unsagbar beeindruckender! nach knapp 3 stunden waren wir in quila quila, in der mitte von nirgendwo, inmitten einer trockenen, wüstenähnlichen welt, die mich sofort in ihren bann nahm. so ungefähr wussten wir, wohin, und grüßten alle, die uns begegneten: schweine, esel, menschen. letztere fragten wir sicher auch nach dem weg, jedoch wird spanisch von den menschen dort ungefähr so gut beherrscht, wie von mir. Quechua müsste man können! aber freundlch waren sie allemal, und jegliche wege, die wir fälschlicherweise einschlugen, offenbarten uns unglaubliche ausblicke. ein ausgetrocknetes flussbett hinauf, umgeben von steiniger, trockener steppe. gut, dass ich 6 liter wasser auf dem rücken hatte. ein rucksack so schwer, dass ich nicht glaubte, ihn die tage über so tragen zu können. wie oft habe ich all das material verflucht, in gedanken! über umwege, die unsere laufzeit von 3 auf 7 stunden verlängert hatten, erreichten wir den krater von maragua, und die augen gingen mir über: innerhalb des kraters eine dünenlandschaft mit lila-rot-braunem sand, der krater selbst geformt aus muschelartigen steilwänden, die sich grün-gelb emporheben und über allem ein blauer himmel, dessen gelbe sonne erbarmungslos auf uns herabbrennt. wir geniessen unser trocken brot und bananen, die wir mitgebracht hatten und können uns kaum sattsehen. nachmittags zieht der himmel über dem krater zu und verwandelt alles in einen wetter-hexenkessel: regen peitscht, der wind pfeift uns um die ohren, die welt wird finster. mit etlichen problemen wegen der sprachbarriere schaffen wir es, eine unterkunft für die nacht zu bekommen, inklusive abendessen. ich bin hundemüde, habe schwere beine, hunger. gegen abend klart der himmel wieder auf und die farben des sonnenuntergangs umhüllen sanft alles, was sich um uns erhebt. ein weiches ende eines harten tages.

der nächste morgen beginnt für uns schon vor hahnenschrei uns esel-i-aa: zum sonnenaufgang erklimmern wir einen vulkan-stumpf, auf dessen plateau die maraguaner ihren friedhof errichtet haben. langsam und unaufhaltsam weicht die eiseskälte der nacht der macht der sonne, die sich zentimeter um zentimeter ihren weg über die berge bahnt.

wir brechen auf, um talula, ein "dorf" mit heissen quellen zum baden zu suchen, und ninu mayu, einem ort, an dem dinosaurierfussabdrücke zu begreifen sind. anstrengende aufstiege an den kraterrand, nachfragen, karte un gps werden genutzt, es hilft nichts, wir finden den weg nicht.atemberaubende aussichten auf die nächste bergkette hinter dem kraterrand, unerreichbar durch tiefe, steile schluchten von uns getrennt. es hilft nichts, nach 4 stunden geben wir diesen plan auf. die sonne brennt ohne gnade, wasser zum nachtanken gibt es nicht. essen kaufen war nicht möglich, außer mais-popcorn, von dem wir uns die nächsten 48 stunden ernähren sollten. die vernunft ließ uns im großen kreis zurückkehren nach maragua, das wir über den hauptzugangsweg verlassen wollten nach Chaunaca. eine 3-stündige wanderung, sagen die einheimischen. also wieder den krater rauf, um einige kurven und nicht-satt-sehen-können an den landschaften. und wieder, wetter-hexenkessel. doch diesmal schlägt es richtig zu. donner, blitz, heftiger regen, der in hagel und dann in schnee (!) übergeht. und auf einmal verfluchte ich mein material nicht mehr, sondern liebte es. unter einem baum bauten wir uns eine notunterkunft aus all den materialien, die ich mit rumschleppte. abwarten, hieß es, bis besserung käme. durch wippen und finger-kneten warm bleiben. versuchen, den schnee aufzufangen, um an wasser zu kommen. und auf einmal ertönt ein hupen. ein auto hatte angehalten und bot uns an, nach Chaunaca mit runterzunehmen, raus aus dem sauwetter. so flux als möglich packten wir unsere sachen und sprangen dankbar in eine surreale welt: 3 bolivianer, allesamt rauchend, sitzend in dem auto, dessen fenster so weit als möglich offen stehen, kaune coca, dass man meinen könnte, ihre backen müssten bald platzen, und im radio läuft: backstreetboys. unglaublich. der fahrer ist chef einer baufirma, die die wege dort oben zu befahrbaren pisten ausbauen soll. wir halten auf dem weg an einigen baustellen, an denen allesamt kinder schaffen und sich über seine zigaretten und coca-gaben freuen. und erneut müssen wir einen fluss durchqueren, der so tief ist, dass dafür die fenster geschlossen werden müssen. eine brücke gibt es nicht. später erfahren wir, dass dieser fluss zu fuss nur morgens durchquerbar ist. welch glück wir haben! in chaunaca entscheiden wir uns für entspannen in der hängematte, dem glück danken und unsere vorräte an mais-popcorn auffüllen. der kocher zaubert heißen ingwertee und uns kommt zu ohren, dass abends um 7 ein bus richtung potolo fahren soll, der ort, den wir eigetnlich zu fuss hätten erreichen wollen, nach den quellen und den dino-spuren. so ganz konnten wir nicht glauben, dass es diesen bus wirklich gibt, aber geduld war unsere stärke. noch vor einbruch der dunkelheit machten wir, zur sicherheit, einen schlafplatz ausfindig. aber der bus kam tatsächlich! eine stunde später erreichen wir besagten ort, entfernen uns 2 minuten von der plaza, dem hauptplatz dort, und finden wunderbare bäume, die die hängematte tragen und das tarpe als windschutz zwischen sich aufspannen lassen. ein erholsamer, notwendiger schlaf, der wiederum durch einen atemberaubenden sonnenaufgang mit esel und panflötenklänge sanft beendet wird. wir beobachten die bolivianer, die geschäftig ihre morgendlichen aufgaben erfüllen: wasser holen, zur schule eilen, schafe und ziegen treiben, getreide vom feld schneiden. wieder gehen mir die augen über. ein schlendern durch den ort, ein plausch hier, ein plausch da, und die information, dass der nächste bus zurück nach sucre erst wieder am nächsten morgen fahren würde. BHAM! welch schlag ins gesicht. wir überlegen hin und her. unser geld war knapp, unsere essensvorräte auch. wasser konnten wir immerhin auffüllen im fluss. wir fragen die frauen am platz, wie weit es zu fuss nach Chaunaca zurück sei: 5 h, bolivianisches lauftempo. und die sind flink, die einheimischen! wir entscheiden uns fürs loslaufen. nochmal maispopcorn aufgeladen und losgelaufen, erneut durch wüstenähnliche landschaft, in sengender hitze. immer die hoffnung im hinterkopf, ein auto käme vorbei und nähme uns mit. wir erreichen ein riesiges flussbett, in dem sich trocken und schüchtern ein letzter rest wasser seinen weg bahnt. einladend, um zu baden. wir klettern die 10 meter felsen hinab und springen ins kühle nass, erfrischen uns. und sehen ein auto nahen. so schnell wir konnten packten wir wieder alle sachen und kletterten die felsen hinauf - zu spät. das einzige auto, das seit 2 stunden an uns vorbeikam, hatten wir verpasst. erstaunlich guter dinge liefen wir also weiter, und es kam wieder ein auto. und das nahm uns auch mit. hitchhiken in bolivien: check. 3 stunden später mit den abdrücken einer pickup-ladefläche auf dem gesäß erreichten wir sucre, nachmittags um 3. was ein trip!puh, ich kann mit worten gar nciht wiedergeben, was ich alles erlebt und gefühlt habe in den 3 tagen. so viele gefühle dabei. freude, angst, glück, zufriedenheit, sorge, hunger, durst, kopfweh, erschöpfung, heimweh, sehnsucht, euphorie, erfurcht...

ich glaube, den teil über das fest in tarabuco muss ich auf morgen verschieben, ich schwelge noch in erinnerungen an diesen trip, der meinem ursprünglichen plan meines aufenthaltes in südamerika ziemlich nahe kam und bereite mich noch auf ein konzert einer der bekanntesten bolivianischen künstler vor: Kjarkas.


besos, chrissi

Dienstag, 4. Oktober 2011

que me gusta - en alemania

das wochenende war schraeg. der plan war, mit einem kleinen bus in richtung potosi zu heissen quellen zu fahren. abfahrt: sonntag, 6.30 uhr. wir deutschen waren da, der bus liess sich bis 10 vor 9 zeit. nett. im bett war es so warm. dann endlich also sitzt man im bus, der bus fahert los, in eine richtung, die mir trotz meiner himmelsrichtung-vewirrung (mittags sonne im norden?!) seltsam vorkam. nicht zu unrecht: der busfahrer musste erst noch seine vorderreifen wechseln lassen. das war schon ne gute idee, die reifen hatten naemlich kein profil mehr. da hier aber nicht wie zu hause die reifen abgeschraubt, abgenommen und neue aufgeschraubt wurden, sollte das ganze ne gute stunde dauern. hier naemlich werden die reifen aufgeschraubt, abgenommen, und dann wird der schlauch des reifens von der felge getrennt - mit einer spitzhacke - und ein neuer schlauch aufgezogen. ahja. das zeigt ein bisschen die kurzsichtigkeit, mit der die menschen hier leben. es ist ja nicht so, dass der busfahrer nicht schon tage zuvor gewusst haette, dass diese reise bevorsteht. wirklich, wenn ich nicht sowieso nichts weiter im sinn haette, als mich treiben zu lassen, haette ich die sache als gnadenlose zeitverschwendung der zeit anderer angesehen und in rechnung gestellt...
nun, dann irgendwann gings los nach Chaqui, dort, wo sich hot springs befinden. die sind auch tatsaechlich da, aber das wasser kommt da so heiss raus, dass die einheimischen dort ihre kochwaesche waschen und ausserdem eier in einem netz ins wasser legen und dann nach 8 bzw 10 minuten wieder rausnehmen - je nachdem, ob man die eier mittel oder hartgekocht haben will. unglaublich! unser reise-organisator, ein hostel-mitarbeiter, war auch eher verwundert. aber gluecklicherweise wussten wir, dass es in der naehe von potosi noch eine heisse lagune gibt, das "ojo de las incas", "auge der incas". die haben wir dann nach weiteren 90 minuten fahrt durch irre landschaft auch erreicht und haben gebadet in einer umgebung, herrlich... dann hiess es wieder 4 stunden nach hause gondeln. die landschaft war wirklich atemberaubend. was mir auch gefaellt, der busfahrer haelt in doerfern an, es stuerzen maedchen und frauen zu den fenstern des buses und wollen ihre ess-waren verkaufen, durchs fenster erfolgt dann der austausch der "platitas" (Verniedlichungsform fuer plata, silber, wie die menschen hier das muenzgeld bezeichnen) und des Essens erfolgt. bloed nur, dass es keinen frischen kaese gab - der wurde erst an einer unuebersichtlichen kurve hoch in den bergen angepriesen. eine stelle, an der man schon mal einfach so seinen bus abstellen kann auf der engen, unuebersichtlichen strasse - es ist jedoch kein muss.

nun ja, das war ein erlebnis an meinem wochenende. morgen gehts los zum ersten wandern - ich freu mich schon wie ein kleines kind!

besos,
chrissi