Dienstag, 4. Oktober 2011

que me gusta - en alemania

das wochenende war schraeg. der plan war, mit einem kleinen bus in richtung potosi zu heissen quellen zu fahren. abfahrt: sonntag, 6.30 uhr. wir deutschen waren da, der bus liess sich bis 10 vor 9 zeit. nett. im bett war es so warm. dann endlich also sitzt man im bus, der bus fahert los, in eine richtung, die mir trotz meiner himmelsrichtung-vewirrung (mittags sonne im norden?!) seltsam vorkam. nicht zu unrecht: der busfahrer musste erst noch seine vorderreifen wechseln lassen. das war schon ne gute idee, die reifen hatten naemlich kein profil mehr. da hier aber nicht wie zu hause die reifen abgeschraubt, abgenommen und neue aufgeschraubt wurden, sollte das ganze ne gute stunde dauern. hier naemlich werden die reifen aufgeschraubt, abgenommen, und dann wird der schlauch des reifens von der felge getrennt - mit einer spitzhacke - und ein neuer schlauch aufgezogen. ahja. das zeigt ein bisschen die kurzsichtigkeit, mit der die menschen hier leben. es ist ja nicht so, dass der busfahrer nicht schon tage zuvor gewusst haette, dass diese reise bevorsteht. wirklich, wenn ich nicht sowieso nichts weiter im sinn haette, als mich treiben zu lassen, haette ich die sache als gnadenlose zeitverschwendung der zeit anderer angesehen und in rechnung gestellt...
nun, dann irgendwann gings los nach Chaqui, dort, wo sich hot springs befinden. die sind auch tatsaechlich da, aber das wasser kommt da so heiss raus, dass die einheimischen dort ihre kochwaesche waschen und ausserdem eier in einem netz ins wasser legen und dann nach 8 bzw 10 minuten wieder rausnehmen - je nachdem, ob man die eier mittel oder hartgekocht haben will. unglaublich! unser reise-organisator, ein hostel-mitarbeiter, war auch eher verwundert. aber gluecklicherweise wussten wir, dass es in der naehe von potosi noch eine heisse lagune gibt, das "ojo de las incas", "auge der incas". die haben wir dann nach weiteren 90 minuten fahrt durch irre landschaft auch erreicht und haben gebadet in einer umgebung, herrlich... dann hiess es wieder 4 stunden nach hause gondeln. die landschaft war wirklich atemberaubend. was mir auch gefaellt, der busfahrer haelt in doerfern an, es stuerzen maedchen und frauen zu den fenstern des buses und wollen ihre ess-waren verkaufen, durchs fenster erfolgt dann der austausch der "platitas" (Verniedlichungsform fuer plata, silber, wie die menschen hier das muenzgeld bezeichnen) und des Essens erfolgt. bloed nur, dass es keinen frischen kaese gab - der wurde erst an einer unuebersichtlichen kurve hoch in den bergen angepriesen. eine stelle, an der man schon mal einfach so seinen bus abstellen kann auf der engen, unuebersichtlichen strasse - es ist jedoch kein muss.

nun ja, das war ein erlebnis an meinem wochenende. morgen gehts los zum ersten wandern - ich freu mich schon wie ein kleines kind!

besos,
chrissi









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