Mittwoch, 30. November 2011

llegaba....

ich habe es geschafft, ich bin tatsaechlich angekommen in La Paz. Wie es dazu kam? Nun, nach stundenlangem Warten am Busbahnhof kam eine Durchsage, in der es hiess, dass es jetzt ein Zeitfenstr von 4 Stunden gaebe, in denen die Blockade aufgehoben wuerde und Busse passieren koennten. Ich habe mir sofort ein Ticket geschnappt, wenngleich das auch zur Konsequenz hatte, dass ich mitten in der Nacht, um 3, in La Paz ankommen sollte. Der Busbahnhof ist um diese Zeit abgesperrt, mein Plan, also ersteinmal bis zum Tagesanbruch am Terminal zu bleiben, funktionierte so nicht. Ich Schisser hab mich dann per Radiotaxi in mein altbekanntes Hostel bringen lassen.
Zuvor am Terminal in Cochabamba machte sich auch nochmal Schweiss auf meinen Handflaechen breit, und diesmal NICHT wegen der Temperaturen. Eine Frau, die einen Ausweis um den Hals baumeln hatte, auf dem etwas von Interpol gedruckt war, wollte meinen Ausweis sehen. Wenn man mal einen Reisefuehrer ueber Bolivien aufschlaegt und die Sicherheitshinweise durchliest, so stoesst man recht schnell auf das Kapitel "Fake-Polizisten". In etwa heisst es da, dass man niemandem seinen Ausweis zeigen / geben soll, der nicht-uniformiert eine Ausweis-Kontrolle durchfuehren moechte, man solle sich dann aus der Affaere ziehen. Ok, dann zieh ich mich mal aus der Affaere: ich fragte die Frau, ob es denn ein Buero von Interpol hier in der Naehe gaebe, in dem wir die Angelegenheit klaeren koennten, da ich nur ungern inmitten des Busterminals meinen Ausweis auspacken moechte. Jaja, gibt es, kommen Sie mit. Das hab ich dann gemacht, und es ward alles gut. Wir sind tatsaechlich in ein Polizeibuero gegangen und dort wurde dann meine Aufenthaltsgenehmigung kontrolliert.
In La Paz habe ich mich gestern mit dem franz. Couchsurfer getroffen, mit dem ich morgen Frueh zum Apolobamba-Trek nordoestlich von hier, angrenzend an Peru, aufbrechen werde. 7 Tage lang, 5 davon wandern, mit allem dabei, weil es unterwegs keine Versorgungsmoeglichkeit gibt. Mal sehen, wie das wird. Er scheint mir schon ganz nett zu sein, ein bisschen eso vielleicht. Aber hat sicher spannende Geschichten zu erzaehlen: er ist Regisseur und ist nach seinem Studium mit dem Auto von Paris nach Mali (Suedostafrika) (danke, Gerstenberg-WG!) gefahren, 7 Monate lang, und hat dort mit Einheimischen einen Film gemacht. Jetzt lebt er seit 3 Jahren in La Paz und ist wiederum dabei, mit Indigenos einen Film ueber deren Lebenssituation zu drehen... Ich entwickle mich hier langsam zum GPS-Spezialisten (ja, Georg, ich hab das doch gestern tatsaechlich noch durchblickt) und bin frohen Mutes, dass meine Augen ueberlaufen werden vor wundervollster Natur :-)

Auf bald,
chrissi

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